Sehr geehrte Damen und Herren am Goethe-Institut,
auf Ihren Wunsch hin möchte ich Ihnen zwei Künstler der heutigen Zeit vorschlagen, die es meiner Meinung nach verdient haben, auf einem Deutschpop-Festival dieser Größenordnung aufzutreten. Zum einen handelt es sich um ein facettenreiches „Urgestein“, Udo Lindenberg, und eine immer noch aktuelle Künstlerin der 80er Jahre, Nena.
Zunächst zu Udo Lindenberg:
Udo Lindenbergs legendärer „Sonderzug nach Pankow“ ist interessant, facettenreich und überrascht immer wieder, auch heute hat er wieder Hits, die auch die jüngeren Zuhörer kennen. Der Sonderzug ist letztendlich ein guter Ausgangspunkt, um über geschichtliche und aktuelle Themen zur BRD und der ehemaligen DDR zu sprechen.
Hier zur Erinnerung doch einmal der Text:
Sonderzug nach Pankow (Udo Lindenberg)
Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow
ich muss mal eben dahin nach Ost-Berlin
ich muss da was klärn mit eurem Oberindianer
ich bin ein Jodeltalent und will da spieln mit ‘ner Band
Ich hab ‘n Fläschchen Cognac mit und das schmeckt sehr lecker
das schlürf ich dann ganz locker mit dem Erich Honecker
und ich sag: Ey Honey ich sing für wenig Money
im Republik-Palast wenn ihr mich lasst
all die ganzen Schlageraffen dürfen da singen
dürfen ihren ganzen Schrott zum Vortrage bringen
nur der kleine Udo nur der kleine Udo
der darf das nicht und das verstehen wir nicht
Ich weiß genau ich habe furchtbar viele Freunde
in der DDR und stündlich werden es mehr
och Erich ey bist du denn wirklich so ein sturer Schrat
warum lässt du mich nicht singen im Arbeiter- und Bauernstaat
ist das der Sonderzug nach Pankow ist das der Sonderzug nach Pankow
Entschuldigung der Sonderzug nach Pankow
Ich hab ‘n Fläschchen Cognac mit und das schmeckt sehr lecker
das schlürf ich dann ganz locker mit dem Erich Honecker
und ich sag: Ey Honey ich sing für wenig Money
im Republik-Palast wenn ihr mich lasst
all die ganzen Schlageraffen dürfen da singen
dürfen ihren ganzen Schrott zum Vortrage bringen
nur der kleine Udo nur der kleine Udo
der darf das nicht und das verstehen wir nicht
Honey ich glaub du bist doch eigentlich auch ganz locker
ich weiß tief in dir drin bist du doch eigentlich auch ‘n Rocker
du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal die Lederjacke an
und schließt dich ein auf’m Klo und hörst West-Radio
Hallo Erich kannst mich hörn hallo-lo-löchen hallo
hallo Honey kannst mich hörn hallo-lo-löchen hallo
Honey kannst mich hören jodelodeldido
hallo Erich kannst mich hören jodelodeldido
Dass Udo Lindenberg facettenreich ist, wird auch aus dieser Beschreibung eines Fans sichtbar:
„In Hamburg will Udo Lindenberg ein besonderes Museum einrichten, in dem alle Facetten seines kreativen Schaffens dokumentiert werden sollen. Die Fans könnten sich dort dann auch seine speziellen Likör-Bilder ansehen.
Nachdem Udo Lindenberg gerade große Erfolge mit seiner Tour (ausverkauft) und seinem aktuellen Album “Stark wie Zwei” (erster Platz der Charts – das erste Mal in der langjährigen Karriere) feiern konnte, hat der Rockmusiker bereits neue Ideen für ein ganz spezielles Projekt. “Ich plane eine ständige Panik-Zentrale”, erklärte Lindenberg der Tageszeitung “Die Welt”. Diese Panik-Zentrale soll ein besonderer Ort für seine Werke als Musiker und Maler sein. So sollen seine Likörelle in großzügig gestalteten Räumen ausgestellt werden. Likörelle – sind übrigens die Ergebnisse einer von Udo Lindenberg entwickelten Art der Malerei: Mit Hilfe von Eierlikör und anderen alkoholischen Getränken wie beispielswiese Blue Curacau malt Udo unter anderem Motive aus seinen Songs wie die Andrea Doria, den Sonderzug nach Pankow oder auch einfach seinen Tagesablauf.
Neben den Likörelle-Bildern sollen Erinnerungsstücke aus Lindenbergs fast vierzigjähriger Musikkarriere präsentiert werden. Udo Lindenberg will zudem eine Bühne für Nachwuchsbands in seiner Panik-Zentrale einrichten – und natürlich ab und zu selbst zum Mikro greifen. Der Panik-Rocker sucht jetzt Räumlichkeiten für das Projekt und erhofft sich die Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde. “Die Stadt Hamburg hat sich bislang eher wenig um mich gekümmert, dabei bin ich doch ein prima Werbeträger,” teilte Lindenberg der “Welt” mit. Die Zeitung zitiert Ilka von Bodungen, Sprecherin der Kulturbehörde: “Es hat bereits ein erstes Treffen von der Senatorin Karin von Welck und Herrn Lindenberg bezüglich eines Lindenberg-Museums gegeben. Die Senatorin würde sich freuen, wenn ein solches Museum in Hamburg ansässig wäre.”
Diese News wurde geschrieben von Voltaire
http://www.poplexikon.com/bands/udo-lindenberg/news
Wie Udo Lindenberg als Mensch ist, kann man aus einem seiner Interviews für 1LIVE herauslesen. Auf die Frage warum er, anders als viele anderen Künstler, ohne Scheu und offen in Hotelbars sitzt und die Fans auch an sich heranlässt, andererseits aber nicht aus seinem Privatleben plaudert, gab er folgende Antwort:
»Mir hat neulich mal einer gesagt, Udo, da ist eine Sache, die ist uns sehr positiv aufgefallen: du stehst in der Öffentlichkeit über deine Kunst, über deine Aktionen und Happenings und was du da so alles anzettelst, mit deiner Literatur und deinen Shows und nicht wegen deiner privaten Fußpilzangelegenheiten. Das fand ich echt ein schönes Kompliment und so privat, was ich da ganz genau mache, das ist auch ganz geheim. Mit den Mädels und den Männern, wer weiß das so genau. Da halte ich es ein bisschen mit Marlene Dietrich, die hat auch nicht alles erzählt.« (Stand: 17.01.2007 http://www.einslive.de/musik/extras/krone_2006/lebenswerk.jsp)
Und noch ein paar Worte zu NENA
Auch über Nena könnte man sehr viel sagen. Ganz kurz muss auf folgendes verwiesen werden:
Neben ihren Erfolgen in der Popmusik, hat sie schon einige Kinderalben aufgenommen. Zu ihrem letzten „Himmel, Sonne, Wind und Regen“ sagte sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur FIRSTNEWS:
“Es geht zum Beispiel um den Baum, oder um Steine. Das sind so Lieder, die könnte ich aber auch gut auf einem Popalbum haben.” Trotz alledem ist es aber ein Kinderalbum geworden. Wie uns die 48-Jährige verriet, habe sie einfach wieder Lust dazu gehabt, eine CD für Kinder aufzunehmen. “Ich mache nicht jedes Jahr eine Kinderplatte. Ich mache das immer dann, wenn es wieder dran ist. Und die letzte habe ich ja vor fünf Jahren gemacht”, so Nena weiter. Übrigens: Nena hat bei einem ganz besonderen Projekt mitgewirkt. Die Sängerin ist bei dem “Captain’s Club” dabei. Die 48-Jährige hat den Song “Seemann, lass das Träumen” neu interpretiert und diesen der Compilation “Bis ans Ende der Welt” beigesteuert. http://www.poplexikon.com/news/nena-wieder-lust-auf-kinderalbum-gehabt/22679
Zum Abschluss noch ein guter Grund, warum Nena eingeladen werden sollte: Mein persönliches Lieblingslied von Nena:
Leuchtturm
song performed by Nena in the album Definitive Collection
Ich geh mit dir wohin du willst,
Auch bis ans Ende dieser Welt.
Am Meer am Strand wo Sonne scheint,
Will ich mit dir alleine sein.
Komm, geh mit mir den Leuchtturm rauf
Wir koennen die Welt von oben sehen.
Ein U-boot holt uns dann hier raus,
Und du bist der Kapitain.
Gehen wir an Bord und fahren mit.
Ich tauch den Fischen hinterher!
Mach alle Tuere zu und los!
Vertreiben wir uns die Zeit im Meer.
A-a-a-a-a-a-a-a-a-h!
A-a-a-a-a-a-a-a-a-h!
A-a-a-a-a-a-a-a-a-h!
Hey, halt dich fest das U-boot taucht.
Gleich wirt die Sonne untergehen.
Ich glaub wir sind schon ziemlich weit;
Ich kann den Leuchtturm nicht mehr sehen.
Ich geh mit dir wohin du willst,
Auch bis ans Ende dieser Welt.
Am Meer am Strand wo Sonne scheint,
Will ich mit dir alleine sein.
A-a-a-a-a-a-a-a-a-h!
…
http://www.uulyrics.com/music/nena/song-leuchtturm/
Ich hoffe, dass ich Ihnen ein paar gute Gründe angeführt habe, die Ihr Entscheidung zugunsten der beiden beschriebenen Künstler beeinflussen können.
Herzliche Grüße, BK

Wunderbar! Endlich mal eine richige Einladung! BIn gerne dabei!
(fehlen mir nur ein paar Links, Videos, ansonsten guuuuuuuuut!)
Schnell und herzlich
K.